0664 1881731 kontakt@ww-aktiv.at

Wir wollen Ihnen einen der Schwerpunkte in unserem Ausschuss für Umweltangelegenheiten und Zivilschutz näherbringen. Die zentrale Frage, die uns beschäftigt ist, wie können wir unsere Gemeinde krisensicher machen und warum dafür eine Zertifizierung hilfreich ist:

Eine Zertifizierung als krisensichere Gemeinde in Niederösterreich ist eine offizielle Anerkennung, die bestätigt, dass eine Gemeinde bestimmte Standards und Kriterien im Bereich der Krisen- und Katastrophenprävention sowie des Krisenmanagements erfüllt. Diese Zertifizierung soll sicherstellen, dass die Gemeinde gut vorbereitet ist, um im Ernstfall schnell und effektiv zu reagieren und die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Typischerweise umfasst die Zertifizierung folgende Aspekte:

  • Vorhandensein eines umfassenden Krisenmanagementsystems und Notfallpläne
  • Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei
  • Effiziente Frühwarn- und Informationssysteme für die Bevölkerung
  • Präventive Maßnahmen zur Risikominderung, z.B. Hochwasserschutz
  • Regelmäßige Übungen und Schulungen zur Überprüfung der Einsatzfähigkeit
  • Kooperationen mit Landesbehörden, Organisationen und Nachbargemeinden

In Niederösterreich wird die Zertifizierung durch spezielle Programme und Initiativen des NÖZSV (Niederösterreichischer Zivilschutzverband) unterstützt, um die Resilienz der Gemeinden zu stärken. Ziel ist es, eine nachhaltige Krisenfestigkeit zu fördern, damit die Gemeinde im Falle eines Notfalls schnell, effizient und sicher reagieren kann.

Der erste Schritt hierzu war, geeignete Gemeinderäte ausfindig zu machen, um die für die Gemeinde kostenlose Schulung im Ausbildungszentrum Zivilschutz Tulln auch effektiv nutzen zu können. Christopher Starzer als Zivilschutzbeauftragter und Feuerwehrkommandant, Sonja Kroneis als Vorsitzende des Umwelt- und Zivilschutzausschusses und Christian Felbermayr als Exekutivbeamter nahmen sich 2 Tage Zeit, und ließen sich für die Gemeinde über die neuesten Informationen und Erkenntnisse in den Bereichen Risikoanalyse & Risikomanagement schulen.

Als nächster Schritt wurde in der Umwelt- und Zivilschutzausschusssitzung an einer Einsatzstabstellenliste für den Katastrophenfall gearbeitet und Fragebögen zur Risikoanalyse verteilt. Bis Ende August werden nun in jeder Katastralgemeinde Einsatzkräfte und interessierte Einwohner zur Einschätzung verschiedener Katastrophenszenarien befragt und eine Gesamtübersicht erstellt. Anhand dieser wird der Katastrophenschutzplan aktualisiert und angepasst.

Sollten Sie Interesse haben an der Befragung teil zu nehmen, melden Sie sich bitte bei sonja.kroneis@ww-aktiv.at

Haben Sie Fragen zum Katastrophenschutz, Vorsorge, Verhalten im Ernstfall? Dann merken Sie sich den 27. + 28. September vor. Der Umwelt- und Zivilschutzausschuss ist beim NÖZSV vorgemerkt, für einen Infostand mit Experten beim diesjährigen Bauernmarkt, rund um das Sulzer Gemeindeamt. Dort werden alle ihre Fragen beantwortet werden, und jede:r  kann sich Informationsbroschüren und Checklisten für zu Hause mitnehmen.

Wir bleiben dran, und werden weiterhin vom Weg der Gemeinde Wienerwald zur „krisensicheren Gemeinde“ berichten.

Sonja Kroneis
Ausschuß für Umwelt und Zivilschutz